Designtheorie

Das Nachdenken über Design kann viele Formen annehmen. Eine wird Designtheorie genannt. Das klingt merkwürdig, ist Design doch eine Tätigkeit, die aufs Praktische ausgerichtet ist. Und schon befinden wir uns mitten drin im Nachdenken über Design. 

Designtheorie sollte kein Selbstzweck sein. Die Fragen, die ich ans Design richte, und die Argumente, die ich für gelungenes Design artikuliere, sollen dazu beitragen, eine spezifische Form der Erkenntnis über Design zutage zu fördern.

Was wir damit meinen, wenn wir Designtheorie betreiben, ist zweifellos untrennbar mit unserem Begriff von Wissenschaft verbunden. Was das konkret bedeutet – Stichwort: Designwissenschaft –, muss geklärt werden.

Designtheorie beruht auf Sprache. Seit mehr als 150 Jahren – je nachdem, welchen Begriff von Design wir vertreten, sogar weitaus länger – findet gedanklicher Austausch über Design statt, gestützt auf schriftliche Überlieferungen, die immer wieder die Produktion neuer schriftlicher und mündlicher Texte motiviert. Dieser Diskurs gleicht heute einem uferlosen Feld.

Innerhalb des designtheoretischen Diskurses konzentriere ich mich auf vier Schwerpunkte: 1) die Theorien des Designs an der HfG Ulm; 2) die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung der Gestalter; 3) die Rahmenbedingungen der Praxis im Design; 4) die Bedeutung des Designbegriffs.

Prof. Dr. René Spitz

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